Gestern am 3. Oktober 2026 stand beim Bienenzuchtverein Glashütte die nächste umfangreiche Auswertung unserer Zuchtvölker auf dem Programm. Untersucht wurden zahlreiche Brutwaben der Töchter aus zwei potenziellen Drohnenlinien, die für die kommende Zuchtsaison in Betracht kommen.
Hunderte Brutzellen je Volk untersucht
Für die SMR-Auswertung wurden je untersuchtem Volk mindestens 300 Brutzellen geöffnet und kontrolliert. Bei einzelnen Völkern wurden sogar mehr als 500 Brutzellen untersucht. Dabei wurde erfasst, ob vorhandene Varroamilben in den verdeckelten Brutzellen erfolgreich reproduziert hatten.
Die Untersuchung der Tochtervölker ist für die weitere Zuchtentscheidung besonders interessant. Die Leistungen der Ausgangstiere sind zwar ein wichtiger Bestandteil der Selektion, entscheidend ist jedoch auch, wie sich die gewünschten Eigenschaften in den folgenden Generationen zeigen.
Gemeinsame Zuchtarbeit im Verein
Die Auswertung in diesem Umfang war nur durch die Unterstützung zahlreicher Mitglieder des Bienenzuchtvereins Glashütte möglich. Gemeinsam wurden die Brutwaben vorbereitet, die Zellen geöffnet und die Befunde systematisch erfasst.
Damit konnten an einem Tag eine große Anzahl an Brutzellen und zahlreiche Völker untersucht werden. Die gewonnenen Daten bilden einen weiteren Baustein für die Auswahl der Drohnenlinien.
Zwei Linien mit vielversprechenden Ergebnissen
Die ersten Ergebnisse stimmen uns positiv. Beide untersuchten Linien zeigen interessante SMR-Eigenschaften und machen Hoffnung auf zwei potenziell sehr gute Drohnenlinien.
Eine endgültige Auswahl erfolgt auf Grundlage der gesamten vorliegenden Zucht- und Leistungsdaten. Neben den Ergebnissen der SMR-Untersuchungen fließen dabei auch weitere Eigenschaften der Völker und ihrer Nachkommen in die Bewertung ein.
Die detaillierten Ergebnisse der Untersuchungen werden zusammen mit der jeweiligen Veröffentlichung der Drohnenlinien vorgestellt. Dort werden wir auch die Ergebnisse der geprüften Tochtervölker ausführlicher darstellen.
Nach mehreren Stunden konzentrierter Arbeit an den Brutwaben durfte der Tag am späten Nachmittag schließlich in geselliger Runde ausklingen. Beim gemeinsamen Grillen wurde auf die geleistete Arbeit zurückgeblickt und der Zuchttag gemeinsam abgeschlossen.
