Für die Belegsaison 2026 wird auf der VSH-Belegstelle Glashütte die Drohnenlinie B196(KWS)24 aufgestellt. Um den Drohnendruck weiter zu erhöhen, stehen in diesem Jahr mind. 25 leistungsstarke Drohnenvölker mit ein bis zwei Drohnenrahmen DNM Anderthalb zur Verfügung. Dies entspricht einem Drohnendruck von permanent mindestens 75 – 100.000 Drohnen während der Begattungssaison1. Von besonderer Bedeutung ist dieser Umfang an Drohnen für die Belegstelle Glashütte, da kein eingetragener gesetzlicher Schutzbezirk gegeben ist und sich andere Bienenstände in einer Entfernung von rund drei bis fünf Kilometern befinden. Aus diesem Grund legen wir größten Wert darauf, dass ausreichend Drohnen mit der gewünschten Abstammung vorhanden sind, um die genetische Dominanz der Anpaarungen bestmöglich zu gewährleisten.
Die für die Belegstelle Glashütte in der Saison 2026 eingesetzte Drohnenlinie B196(KWS)24 ist eine auf „Varroa Sensitive Hygiene“ selektierte Linie. Über drei Generationen hinweg wurde die Linie konsequent durch künstliche Besamung geführt, um die genetisch relevanten Merkmale für Hygieneverhalten und Varroaresistenz zu verdichten. Der Ursprung des Pedigree ist im Ausgangsmaterial eine Monticola-Linie, die über mehrere Generationen hinweg von Thomas Rueppel kontinuierlich bearbeitet und weiterentwickelt wurde.
Am 30. Juni 2025 wurde zuletzt an dem im MiniPlus geführten Zuchtvolk ein standardisierter Nadeltest durchgeführt, um das Hygieneverhalten der Nachzucht zu überprüfen. Nach nur 6 Stunden waren bereits 43 von 50 der angestochenen Brutzellen geöffnet (86%) – dies ist eine gute Indikation auf ein ausgeprägtes Hygieneverhalten und eine starke VSH-Komponente. Das Volk zeigte sich während des gesamten Prüfzeitraums ruhig und stabil. Auch in weiteren Beurteilungskriterien überzeugte das Volk: Die Sanftmut wurde mit der Bestnote 6 bewertet, ebenso der Wabensitz, der durch ruhiges und konzentriertes Verhalten auf der Wabe auffällt. Besonders hervorzuheben ist das durchgehend geschlossene und regelmäßig marmorierte Brutnest, das ohne medikamentöse Behandlung besteht, auch nachdem das Volk im Vorjahr gezielt mit Varroa infiziert worden war. Es zeigten sich keinerlei Anzeichen für Varroaschäden oder viraler Belastungen.
B196(KWS)24mdi = .24 – ivq.B319(CMB)23mdi mdi B233(PJ)21 [1 dr.c.] :
.23 – B12(CMB)22mdi mdi B562(PJ)18sdi [some dr.c.] :
.22 – B236(CMB)21 mdi B64(BPF)21mdi [1 dr.c.] :
.21 – B307(CMB)20sdi leyh B11(TR)19 [some dr.c.] :
.20 – M97(DSU)19 sdi B228(YOB)18sdi [some dr.c.] :
.19 – M307(DSU)18sdi amm EL8736(GGI)18sdi [24 dr.c.] :
.18 – ilv.M16(IMR)15 sdi B147(LS)16 [1 dr.c.] :
.15 – imq.M98(IC)14 mrk B54(TR)12 [22 dr.c.] :
.14 – M125(TR)13 bal B54(TR)12 [some dr.c.] :
.13 – M62(TR)11 bal B47(MKK)09 [22 dr.c.] :
.11 – M27(TR)10 bal GR109(TR)09 [24 dr.c.] :
.10 – imq.Mxx1(UNBR)10 nat Mmix0(UNBR)09 [some dr.c.] :
Auf der Belegstelle Glashütte stehen in 2026 eine größere Anzahl der Drohnenvölker der angegebenen Abstammung als Drohnenspender zur Verfügung. Die Drohnenvölker haben bereits auf der Belegstelle überwintert, sodass frühzeitig mit der Zucht begonnen werden kann.
Diese unsere Drohnenlinie unterliegt der Open-Source-Beebreeding-Lizenz (OSB-Lizenz) der Apimondia. Der Züchter der Drohnenlinie hat das Erbgut seiner Königin zu „Gemeingut“ erklärt. Imker, die mit ihren Königinnen unsere Belegstelle besuchen, erklären:
– dass Ihre Königinnen frei von anderen Schutzrecht oder Patenten sind.
– Diese Königinnen und Nachfahren zukünftig automatisch unter den Schutz der Apimondia Open-Source-Lizenz fallen.
– Sie bei Weitergabe / Veräußerung der Königin, Drohnen, Maden, Sperma oder anderen Teile von Erbgut den jeweiligen Empfänger / Käufer über den unwiderruflichen OSB-Schutz informieren.
Die Anlieferung/Abholung der Begattungseinheiten auf der Belegstelle erfolgt im Zeitraum vom 23. Mai 2026 bis zum 18. Juli 2026 ausschließlich Samstags zwischen 7:30 Uhr (für die Abholer) bis 8:00 Uhr (für die Anlieferer). Bitte bringt die angemeldeten Einheiten innerhalb dieses Zeitfenster vorbei, damit alles reibungslos ablaufen kann. Solltest du dich verspäten, dann ruf bitte rechtzeitig telefonisch durch – in der Regel sollte auf dieser Strecke am Wochenende aber kein Stau sein. Aufgrund des erhöhten organisatorischen Aufwandes werden wir keine abweichenden oder individuellen Anlieferungen/Abholungen vornehmen – dies führte in der Vergangenheit leider immer wieder zu Problemen.
Anlieferung und Abholung erfolgt jeweils am Samstag von 7:30 Uhr (für die Abholer) bis 8:00 Uhr (für die Anlieferer):
1. Durchgang: 23. Mai 2026 – 06. Juni 2026
2. Durchgang: 30. Mai 2026 – 13. Juni 2026
3. Durchgang: 06. Juni 2026 – 20. Juni 2026
4. Durchgang: 13. Juni 2026 – 27. Juni 2026
5. Durchgang: 20. Juni 2026 – 04. Juli 2026
6. Durchgang: 27. Juni 2026 – 11. Juli 2026
7. Durchgang: 04. Juli 2026 – 18. Juli 2026
8. Durchgang: 11. Juli 2026 – 25. Juli 2026
Die Abholung der Begattungseinheiten ist in der Regel zwei Wochen später um 7:30 Uhr ebenfalls auf dem Parkplatz. Beachte bitte, dass es wetterbedingt zu Verschiebungen kommen kann. Die aktuellen Informationen findest Du immer auf unserer Website.
Insgesamt stellt die B196(KWS)24 eine leistungsstarke und zuchtstrategisch wertvolle Drohnenlinie dar, die auf der Belegstelle Glashütte mit hoher Anzahl an Drohnenvölkern eingesetzt wird. Insbesondere aufgrund des nicht vollständig geschützten Standorts (nur ca. 3 km Abstand zu anderen Imkern) ist die Bereitstellung eines hohen Drohnendrucks mit genetisch gesichertem Material essenziell – ein Anspruch, dem diese Aufstellung in diesem Jahr in vollem Umfang gerecht werden sollte.
Die Anmeldung zur Belegstelle erfolgt ausschließlich online über unsere Homepage unter dem Bereich Belegstellenanmeldung. Bitte nutze dieses Verfahren, um Deine Begattungseinheiten anzumelden.
Größere Einzelanlieferungen ab 50 Einheiten sind sehr gerne gesehen, wir bitten Dich aber rechtzeitig schriftlich per E-Mail Kontakt mit dem Belegstellenleiter aufzunehmen. Telefonische Absprachen sind nicht verbindlich und werden nicht berücksichtigt.
Vielen Dank für Dein Verständnis!
1 ca. 3000 – 5000 Drohnenzellen je Drohnenrahmen DNM Anderthalb, bei einer vereinfacht angenommenen Lebenserwartung von ca. 30 Tagen je Drohn und einer Drohnenwabe je Drohnenvolk