Mit dem Ende des Sommers neigt sich auch die aktive Bienensaison langsam dem Ende entgegen. Während die letzten Honigvorräte geerntet und die Bienenvölker auf die bevorstehende Überwinterung vorbereitet werden, laufen auf der Belegstelle bereits die ersten Arbeiten für die kommende Zuchtsaison.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den für 2027 vorgesehenen Drohnenvölkern. Die ausgewählten Völker sind bereits vorbereitet und werden nun gezielt auf die Überwinterung auf der Belegstelle eingestellt.
Jetzt werden die Reserven für das Frühjahr geschaffen
Bis etwa Mitte September werden die Drohnenvölker kontinuierlich eingefüttert. Dabei geht es nicht nur darum, die Völker sicher durch den Winter zu bringen. Vielmehr sollen bereits jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Völker im kommenden Frühjahr frühzeitig und leistungsfähig in die Drohnenaufzucht einsteigen können.
Aktuell werden pro Volk insgesamt etwa 15 bis 20 kg Zuckeräquivalent als Winterfutter eingelagert. Die genaue Futtermenge richtet sich dabei nach dem vorhandenen natürlichen Futtervorrat, der Volksstärke und der Entwicklung des jeweiligen Volkes.
Eine ausreichende Futterversorgung ist insbesondere bei den für die Zucht vorgesehenen Drohnenvölkern von großer Bedeutung. Sie sollen im Frühjahr möglichst früh eine starke Volksentwicklung erreichen und anschließend zuverlässig größere Mengen vitaler Drohnen hervorbringen.
Die Drohnenvölker bleiben über den Winter auf der Belegstelle
Eine Besonderheit der Vorbereitung für die kommende Saison ist, dass die ausgewählten Drohnenvölker bereits auf der Belegstelle überwintern. Damit entfällt im Frühjahr der organisatorische und imkerliche Aufwand, die Zuchtvölker zunächst an den Belegstellenstandort zu verbringen.
Das ermöglicht einen frühen Start in die neue Saison. Sobald die Witterungsbedingungen und die Volksentwicklung es zulassen, kann unmittelbar mit der gezielten Vorbereitung der Drohnenaufzucht begonnen werden.
Gerade für einen kontrollierten Belegstellenbetrieb ist dieser zeitliche Vorsprung von Bedeutung. Die Drohnen müssen zum Beginn des Begattungsbetriebs in ausreichender Zahl und mit entsprechender Reife zur Verfügung stehen. Die Vorbereitung dafür beginnt deshalb nicht erst im Frühjahr, sondern bereits mit der Auswahl, Entwicklung und Einwinterung der entsprechenden Völker im Vorjahr.
